Im Rahmen meiner Ausbildung zur Alternpflegerin mußten wir im Deutschunterricht eine eigene Geschichte erfinden.
 
Als Vorlage bekamen wir das Alter von ca. 60 Jahre von ca. 70 Jahre und von ca. 80 Jahre und 3 Wünsche die wir für das jeweilige Alter hätten. Dazu sollten wir eine gute Fee, die Wünsche erfüllt und eine Zeitmaschine in die Geschichte einbauen mit der man mittels Zeitreise in das betreffende Alter reisen konnten um zu sehen was aus unseren 3 Wünschen geworden ist.
 
 
In Erfüllung dieser Aufgabe schrieb ich folgende Geschichte:
 
 
Der Traum-Traum
 
 
Das war wieder ein Tag, die Luft war wie mit Sprengpulver geladen. Müde und abgespannt fuhr ich nach Hause. Dort angekommen, zog ich mir etwas bequemeres an und verkroch mich auf mein Sofa, dieses war mein liebster Platz zum Entspannen.
 
 
Wie ich so dasaß und vor mich hinträumte sah ich auf einmal eine wunderschöne Gestalt in meinem Wohnzimmer stehen. Sie hatte lange dunkle Haare, wunderschöne große blaue Augen und trug ein schneeweißes langes Kleid.
 
"Das kann doch nicht sein, also jetzt spinnst du komplett", dachte ich und schloß meine Augen. Doch als ich meine Augen aufmachte, stand diese Gestalt immer noch da und lächelte mich an.
 
"Ob ich doch nicht spinne?"
 
 
"Guten Abend, ich bin Traum-Traum die Wünschefee" sprach sie mich an. "Guten Abend" gurgelte ich heißer, denn meine Stimme war mir vor Schreck weggeblieben.
 
"Wie schon gesagt, ich bin eine Wünschefee, und ich bin heute zu dir gekommen, um dir drei Wünsche zu erfüllen. Drei Wünsche, nicht mehr und nicht weniger. Aber überlege dir gut, was du dir wünscht, denn die Wünsche sind erst für später, das heist, sie gehen erst in Erfüllung wenn du alt bist."
 
 
Wünschefee, Wünsche, ich kann mir was wünschen und das geht in Erfüllung, konnte ich nur noch denken und in meinem Kopf schwirrten die wirresten Gedanken. Ja, was sollte ich mir denn wünschen, das Häuschen mit Garten und Swimmingpool, das ich mir schon so lange wünschte, viel Geld, oder ein Auto oder den Märchenprinz ?!?!?!
 
"Überlege gut" unterbrach die Stimme der Fee meine Gedankenwirbel, "du wünscht für dein Alter." Dies holte mich schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Denn verschwenden wollte ich die Wünsche nicht.
 
 
"Du wünscht für dein Alter". Wünsche für mein Alter. Was habe ich von einem Haus, wenn ich krank bin, oder sogar in ein Heim müßte? Was nützt mir Reichtum, wenn ich gar nichts davon hätte, weil ich nicht mehr in der Lage bin ihn zu geniesen?
 
Ich beruhigte mich erst einmal, holte tief Luft und versuchte gar nichts zu denken. Ganz entspannt saß ich da und ich fühlte eine wohlige Müdigkeit.
 
"Ich weis, was ich mir wünsche!" rief ich nach einer Weile freudig aus. "Mein erster Wunsch ist, ich möchte von niemanden abhängig sein müssen sondern beweglich bleiben."
 
"Mein zweiter Wunsch ist, ich möchte nicht vergessen werden."
 
"Und mein letzter Wunsch und das ist sogar der wichtigste Wunsch, ich möchte, wenn es soweit ist lächelnd sterben."
 
 
"Ist gut", sagte Traum-Traum, "nun darfst du sehen, was aus deinen Wünschen geworden ist".
 
Kaum hatte sie das gesagt, stand ein schneeweißes Cabriolet mitten in meinem Wohnzimmer und das ist wohlgemerkt im zweiten Stock. "Wie kommt das Auto in meine Wohnung?" fragte ich fassungslos. "Das ist kein Auto", erwiederte Traum-Traum, "das ist eine Zeitmaschine, sie ist aber genauso zu bedienen wie ein Auto".
 
Ein verständnisloses "Aha" mit dem dazu passenden verständnislosen Gesichtsausdruck waren meine ganze Antwort.
 
"Du kannst doch fahren, oder?" fragte nun Traum-Traum. Ich nickte. "Komm, steig ein und fahr los".
 
Es kommt ja nicht alle Tage vor, daß ich von meinem Wohnzimmer aus mit dem Auto wegfahre, ach so das ist ja kein Auto, das ist ja eine Zeitmaschine. Na ja, auch gut. Ich stieg also ein.
 
"Moment, wie stell ich die Zeit ein, in welcher ich ankommen möchte?" fragte ich. "Das brauchst du nicht, die Zeitmaschine weis, wann sie stehen bleiben muß."
 
Ich startete den Motor und das Auto fing an wie ein Kätzchen zu schnurren.
 
 
                                                       *  *  *
 
 
"Frau Koopmann, sie sind noch so fit wie ein Teenager, sie könnten noch bei der nächsten Ralley Monte-Carlo mitfahren" , sagte der junge Arzt. Seit meinem  65. Lebensjahr, gehe ich jedes Jahr einmal zum Arzt um mich gründlich durchchecken zu lassen und auch meine Reaktionsfähigkeit und meine Sehschärfe testen zu lassen. Ich bin nun 72 und immer noch voll fahrtauglich. Das ist schön, denn ich möchte heute noch verreisen. Wie jedes Jahr in mein geliebtes Tirol. Die Tage dort sind jedesmal wie ein Jungbrunnen für mich. Auf dem Parkplatz steht mein weißes Cabrio. Meine Kinder und Enkel finden das ganz toll, daß ich in meinem Alter noch mit so einem "jugendlichen" Auto rumflitze. Ich fahre gerne Auto, das habe ich schon immer getan. Die Koffer sind gepackt, ich muß nur noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen, dann kann es los gehen. Ich brauch mich nicht so zu beeilen, denn in zwei Stunden bin ich am Ziel.
 
Um 14 Uhr ist es dann soweit, und ich starte den Motor und mein Autochen schnurrt wie ein Kätzchen.
 
 
                                                       *  *  *  
 
 
"Ja, ja ich komm ja schon". Es ist 10 Uhr vormittags und das Telefon klingelte gerade zum 15. mal. Heute ist mein 75. Geburtstag und immer ruft jemand an um mir zu gratulieren. Wie schön, daß so viele Menschen an mich denken.
 
Marcus mein ältester Sohn hat schon 3 mal angerufen und gefragt, ob er mich nicht doch lieber abholen sollte, statt daß ich mit dem eigenen Auto käme. Ich bin bei ihm zum Mittagessen und zum Kaffee eingeladen und mein anderer Sohn Oliver und alle Enkel kommen dort hin, um meinen Geburtstag zu feiern.
 
Ich fahre aber lieber selbst. Ja, ich fahre immer noch mit meinem weißen Cabrio durch die Gegend.
 
Es wurde ein sehr schöner Tag und ziemlich spät mache ich mich auf den Heimweg. Glücklich höre ich das Schnurren des Motores.
 
 
                                                        *  *  *  
 
 
So einen Sommer gab es schon lange nicht mehr. Die Hitze ist fast unerträglich und seit Wochen hat es nicht mehr geregnet. Im Frühjahr wurde ich 81 und heute ist der 28. August. Seit einigen Tagen bin ich sehr abgeschlagen und müde.Na ja, bei der Hitze aber  heute brachte ein heftiges Gewitter die ersehnte Erlösung. Doch bevor es richtig los ging, zauberte der Regen bei gleichzeitigem Sonnenschein einen wunderschönen Regenbogen an den Himmel. Da ich die letzten Nächte wegen der Hitze sehr schlecht geschlafen habe, legte ich mich zu einem kurzen Nickerchen ins Bett. Ach tut das gut, hinlegen ist schon immer meine liebste "Arbeit" gewesen. Ich bin auch sofort eingeschlafen.
 
 
Auf einmal wurde ich von irgend etwas mitgerissen und ich saußte durch eine Art Röhre, es fühlte sich an, wie in einem Aufzug, der ganz schnell nach oben fuhr und mein Magen kribbelte und kitzelte in den Kniekehlen.
 
Diese Fahrt dauerte nicht lange und mit einem leisen "Pflop" spuckte mich die Röhre aus und ich landete sanft auf einer wunderschönen Blumenwiese. Alles was ich sah, war über mir der blaue Himmel und rings um mich von Horizont zu Horizont diese kniehohe Blütenpracht. Das Ganze war in ein goldenes Licht getaucht und ich fühlte mich wunderbar froh und glücklich und voller Frieden.
 
 
Plötzlich stand Traum-Traum vor mir. "Woher weiß ich ihren Namen, ich kann mich gar nicht an sie erinnern?"
 
Traum-Traum deutete auf etwas das hinter mir war und gab mir zu verstehen, daß ich mich umdrehen sollte. Das hätte sie mir gar nicht zu sagen brauchen, denn in mir war ein unwiederstehlicher Drang hinter mich zu schauen.
 
Dort sah ich das Haus in dem ich wohnte und die Straße. Das alles stand mitten in der Wiese. Es sah so aus, als wären zwei Dias übereinandergelegt worden.
 
Langsam ging ich auf mein Haus zu und stand aufeinmal in meiner Wohnung. Ich konnte alle Räume gleichzeitig sehen, ohne daß ich von einem Raum in den anderen gehen mußte.
 
Auf der Küchenanrichte stand ein Glas halbvoll mit Wasser und im Wohnzimmer lag das Buch in dem ich gelesen hatte bevor ich mich hinlegte. Meine Puppen saßen friedlich an ihren Plätzen. Ja meinen Puppentick habe ich auch noch im hohen Alter nicht verloren. Dann sah ich in mein Schlafzimmer, auch da saßen einige meiner "Puppenkinder", doch was war das?" in meinem Bett lag eine alte Frau und schlief. Ich fühlte eine unerklärliche vertraute Verbundenheit zu dieser Frau und neugierig trat ich näher.
 
Ihr Gesicht wirkte durchscheinend und war weiß wie Alabaster. sie schien gar nicht zu atmen, denn es war auch keine Bewegung der Decke zu sehen.
 
 
Lange stehe ich vor meinem Bett und betrachtete diese Frau, wie sie ganz still in meinem Bett liegt mit geschlossenen Augen  - und lächelt.
 
 
(geschrieben von Elisabeth Koopmann)
 
 
                                                                                                          
 
 
    
                                 
 Ein ganz besonderes Treffen
  

Es war einmal ein kleiner Junge, der unbedingt Gott treffen wollte. Er war sich darüber bewusst, dass der Weg zu dem Ort, an dem Gott lebte, ein sehr langer war. Also packte er sich einen Rucksack voll mit einigen Coladosen und mehreren Schokoladenriegeln und machte sich auf die Reise.

Er lief eine ganze Weile und kam in einen kleinen Park. Dort sah er eine alte Frau, die auf einer Bank saß und den Tauben zuschaute, die vor ihr nach Futter auf dem Boden suchten.

Der kleine Junge setzt sich zu der Frau auf die Bank und öffnete seinen Rucksack. Er wollte sich gerade eine Cola herausholen, als er den hungrigen Blick der alten Frau sah. Also griff er zu einem Schokoriegel und reichte ihn der Frau.

Dankbar nahm sie die Süßigkeit und lächelte ihn an. Und es war ein wundervolles Lächeln! Der kleine Junge wollte dieses Lächeln noch einmal sehen und bot ihr auch eine Cola an.

Und sie nahm die Cola und lächelte wieder - noch strahlender als zuvor. Der kleine Junge war selig.

Die beiden saßen den ganzen Nachmittag lang auf der Bank im Park, aßen Schokoriegel und tranken Cola - aber sprachen kein Wort.

Als es dunkel wurde, spürte der Junge, wie müde er war und er beschloss, zurück nach Hause zu gehen. Nach einigen Schritten hielt er inne und drehte sich um. Er ging zurück zu der Frau und umarmte sie.

Die alte Frau schenkte ihm dafür ihr allerschönstes Lächeln.

Zu Hause sah seine Mutter die Freude auf seinem Gesicht und fragte: "Was hast du denn heute Schönes gemacht, dass du so fröhlich aussiehst?"

Und der kleine Junge antwortete: "Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen - und sie hat ein wundervolles Lächeln!"

Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn schon auf sie wartete. Auch er fragte sie, warum sie so fröhlich aussah.

Und sie antwortete: "Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen - und er ist viel jünger, als ich gedacht habe."

(gefunden im Internet)

 

                                                                                      

 

Das Zeichen der Liebe

 

 

Vor vielen vielen tausend Jahren, war die Erde noch ziemlich wüst und leer. Es gab nur den Himmel mit Sonne, Mond und Sterne, das riesengroße Meer aber noch ohne Pflanzen und Fische und eben eine leere trockene Erde.

Da rief der EINE, der SCHÖPFER alle seine wesenhaften Helfer zusammen. Da waren Elfen, Nixen, Feen, Windgeister, Riesen, Zwerge, Steinmännlein  uvm.

 

Der EINE, der SCHÖPFER stellte die Aufgabe, dass die wesenhaften Helfer ein „Zeichen der Liebe“ erschaffen sollen. Am Ende wird der EINE, der SCHÖPFER auswählen welches „das Zeichen der Liebe“ ist und das wird als Belohnung den Namen dessen erhalten, der dieses „Zeichen der Liebe“ gemacht hat.

 

Alle Helfer schwärmten nun aus und machten sich ans Werk. So entstanden Wind, Regen, Bäume mit Früchten, mit Blättern, mit Blüten, die unterschiedlichsten Gräser, die herrlichsten Blumen, Sträucher mit Beeren, mit Blüten, mit Blättern, eine Vielfalt an Wasserpflanzen, es entstanden Berge und vieles mehr. Die Erde wurde ein richtiges Paradies.

 

***

 

Unter all den vielen Wesenheiten gab es eine Blumenelfe. Sie sah nicht aus, wie alle anderen Blumenelfen. Die waren zierlich und hatten wunderschöne große Flügel, die vom Kopf bis zu den Füßen reichten und die Elfen konnten wunderbar damit fliegen. Doch unser Blumenelfchen war klein, pummelig und sie hatte nur ganz kleine Flügelchen und damit war fliegen nicht möglich, weil die Flügelchen zu schwach waren um so ein kleines pummeliges Blumenelfchen zu tragen. Und so konnte die kleine Blumenelfe nur laufen.

 

Unser kleines Blumenelfchen hatte sich aber unsterblich in einen schönen, großen Baumelfen verliebt. Doch der war eitel und hochmütig und lachte die kleine Blumenelfe aus wegen ihrer dummen Gefühle. Und die kleine Blumenelfe weinte bitterlich.

 

Dieses blieb natürlich dem EINEN, dem SCHÖPFER nicht verborgen und wegen seiner Herzlosigkeit und seinem Hochmut, verbannte der EINE, der SCHÖPFER den hochmütigen Baumelfen weit weg an das andere Ende der Erde wo es bitter kalt war.

 

***

 

Dass der EINE, der SCHÖPFER ein „Zeichen der Liebe“ suchte, blieb auch unserer kleinen Blumenelfe nicht verborgen und so machte sie sich ans Werk. Und es entstand eine wunderschöne Blume.

 

***

 

 

Der Baumelf war inzwischen gar nicht mehr hochmütig sondern sehr traurig, denn er vermisste die kleine Blumenelfe, die er einst so verspottet und ausgelacht hat sehr und er bereute seinen Hochmut zutiefst. In der Gegend, wo der Baumelf nun leben musste, konnte wegen der Kälte nicht viel wachsen, doch der Baumelf wollte doch auch so gerne ein „Zeichen der Liebe“ bauen. Der Baumelf bemühte sich sehr, doch es wollte ihm zunächst nichts gelingen. Sollte seine Strafe so groß sein, dass er als einziger kein „Zeichen der Liebe“ erschaffen konnte?  Der Schmerz darüber und auch die Sehnsucht nach der kleinen Blumenelfe stach wie tausend spitze Nadeln in sein Herz.

 

***

 

Die Erde blühte und grünte prächtig in den herrlichsten Farben. Und so manche Blume, so mancher Strauch und so mancher Baum brachten auch Früchte, die für die Tiere als Nahrung dienten und auch die Menschen, als diese erschaffen waren, konnten von diesen Früchten essen.

 

Jeder  von den wesenhaften Helfern, erklärte sein Werk. Der EINE, der SCHÖPFER  freute sich über die Vielfalt und er lobte jeden  einzelnen seiner wesenhaften Helfer über seinen Fleiß und bedankte sich. Alles war prächtig gelungen, doch das „Zeichen der Liebe“ war noch nicht dabei. Aber jeder der wesenhaften Helfer freute sich über das Lob. Denn von dem EINEN, dem SCHÖPFER gelobt zu werden ist schon Auszeichnung genug.

 

Nun war unsere kleine Blumenelfe an der Reihe ihr Werk vorzustellen. Schüchtern trat sie hervor  und zeigte der EINEN, dem SCHÖPFER eine wunderschöne Blume. Auf einem langen Stiel saß eine dunkelrote Blütenknospe. Jedes Blütenblatt hatte die Form eines Herzens und die Blüte sah aus wie Samt. Sogar die grünen Blättchen am Stiel sahen aus wie kleine grüne Herzchen. Doch es gab nicht nur Blätter am Stiel sondern auch viele spitze Dornen. Das verwunderte den EINEN, den SCHÖPFER sehr und er verlangte eine Erklärung, was es mit diesen Dornen auf sich hätte.

 

„Hoher HERR“ sprach das kleine Elfchen „Du suchst doch das „Zeichen der Liebe“. Liebe spürt man hauptsächlich im Herz, darum hab ich der Blüte die dunkelrote Farbe des Blutes gegeben, und die Blütenblätter und die Blätter am Stiel  in Herzform gemacht. Aber  Liebe ist nicht nur Freude, sondern sie tut oft auch sehr weh und sticht im Herz wie spitze Dornen. Darum habe ich an den Stiel der Blume Dornen gemacht.“

 

Der EINE, der SCHÖPFER betrachtete lange und nachdenklich die seltsame Blume der kleinen Blumenelfe. Dann fragte er nach dem Namen der kleinen Blumenelfe. Ich heise „Rose“ antwortete schüchtern die kleine Blumenelfe.

 

Nach langem Mühen und sehr vielen Tränen war es auch dem Baumelf nun doch noch gelungen einen neuen Baum zu erschaffen, der in der kalten Gegend, wo er leben musste, gedeihen konnte. Doch der Baum hatte keine Blätter sondern nur lange spitze Nadeln. Doch bevor der Baumelf dem EINEN, dem SCHÖPFER seinen Baum erklärte, ging er erst zu der kleinen Blumenelfe und entschuldigte sich aus tiefstem Herzen, für seinen Hochmut und dass er sie so ausgelacht und verspottet hat. Diese hatte dem Baumelfen längst verziehen und beide wurden die allerbesten Freunde. Und der Baumelf war nie wieder hochmütig und er spottete nie mehr über andere. Nein er war nun sehr freundlich und stand jedem hilfreich zur Seite, der Rat bei ihm suchte.

 

Demütig erklärte nun der Baumelf dem EINEN, dem SCHÖPFER dass er auch so gerne seinen Auftrag erfüllt hätte und ein „Zeichen der Liebe“ geschaffen hätte, doch wegen der Kälte leider nichts wachsen wollte. Da der Kummer darüber und auch die Reue über seinen Hochmut wie spitze Nadeln in sein Herz stach und schmerzte, weinte er bittere Tränen. Auf einmal wuchs an der Stelle, wo die Tränen hintropften, dieser seltsame Nadelbaum. Der EINE, der SCHÖPFER nickte nur, aber sprach kein Wort.

 

Nun rief der EINE, der SCHÖPFER alle wesenhaften Helfer zusammen und teilte ihnen mit, dass das „Zeichen der Liebe“ nun endlich gefunden sei. Das „Zeichen der Liebe“ ist die „Rose“, die von unserer kleinen Blumenelfe Rose gemacht wurde. Kaum hatte der EINE, der SCHÖPFER das ausgesprochen wurde aus dem kleinen pummeligen Blumenelfchen eine wunderschöne Blumenelfe mit einem rosigen Kleidchen, und riesengroßen Flügeln mit denen sie nun richtig fliegen konnte. Alle wesenhaften Helfer freuten sich mit „Rose“ und gratulierten ihr und auch der Baumelf war überglücklich über die Wahl des EINEN, des SCHÖPFERS, denn „Rose“ hatte diese Auszeichnung wirklich verdient.

 

Aber der EINE, der SCHÖPFER hatte noch etwas mitzuteilen und rief dazu den Baumelfen zu sich. Das „Zeichen der Liebe“ ist in der „Rose“ gefunden. Aber eines Tages wird mein Sohn auf die Erde kommen und dort bis zu seiner Rückkehr zu mir leben und jedes Jahr, wenn die Menschen den Geburtstag meines Sohnes feiern, wird dein Baum mit Lichtern geschmückt in jeder Stube stehen und die Menschen erfreuen.

 

Inzwischen sind viele viele tausend Jahre vergangen und auf der Erde gibt es unter den Menschen oft Hass, Missgunst und Neid. Kriege kosteten vielen Menschen das Leben. Dadurch können die Menschen von den wesenhaften Helfern nichts mehr wahrnehmen. Doch das „Zeichen der Liebe“ ist bis heute geblieben. Und will ein Mensch dem anderen sagen, dass er ihn liebt, schenkt er ihm eine dunkelrote Rose oder manchmal einen ganzen Straus von dunkelroten Rosen.

 

(geschrieben von Elisabeth Koopmann)

 

 

 

 

 




                                                                                                                                                 
 
 
 

   

   

 

 

                        

 

 

 

 

 
   
 

 

 

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